Armstrong Siddeley war ein britischer Automobilhersteller. Das Unternehmen wurde 1919 im englischen Coventry gegründet. Die Firma Siddeley-Deasy Motor Manufacturing Company produzierte nun ab sofort Automobile, ein weiterer Automobilhersteller namens Armstrong-Whitworth tat dies auch, belieferte allerdings die britische Armee. Motoren für Jagdflugzeuge und Bomber machten das Unternehmen bekannt.
Nach Ende des ersten Weltkrieges kaufte das Armstrong-Whitworth die kleinere Siddeley-Deasy Motor Manufacturing Company auf und aus dem damals namhaften Automobilhersteller wurde die Armstrong-Whitworth Development Company Ltd. Aus Siddeley – Deasy wurde schließlich Armstrong – Siddeley Motors.
Flugzeugmotoren produzierte Armstrong – Whitworth, während Armstrong Siddeley Motors 1920 den peppigen Thirty auf den Markt brachten. Die große Limousine war mit einem fünf Liter Sechszylinder und 30 PS ausgerüstet. Armstrong Siddeley baute vorwiegend Fahrzeuge mit überdimensionalen Kühlergrill und wuchtiger Konstruktion. Diese Bauweise war nicht alltäglich und lockte sogar das Königshaus an. Dem folgten Aufträge weltweit, was sich natürlich auch äußerst positiv auf das Images des Unternehmens auswirkte.
Obwohl Armstrong Siddeley mit dieser Strategie sehr erfolgreich war, setzten sie zukünftig auf kleinere Modelle und produzierten Fahrzeuge, die mit einer hohen Anzahl in Serie gingen. Der Kundenkreis wuchs stetig an und die Umsatzzahlen sprachen für sich. Das Unternehmen entschied, sich weiter in Richtung Kleinwagen zu etablieren und entwickelte ein Modell mit 18 PS und einem 2,4 Liter Triebwerk. Diese Serie verkaufte sich ebenfalls sehr erfolgreich, sodass bereits das nächste Fahrzeug in den Startlöchern stand. Mit nur 1800 ccm Hubraum, einem Vierzylinder und gerade mal 14 PS war das Modell der Verkaufsschlager schlechthin. Der Stoneleigh, ein ungewöhnlicher Dreisitzer verkaufte sich anfangs recht gut, wurde jedoch nach 1926 eingestellt.
Das Foto zeigt die Kühlerfigur eines Kühlerfigur eines Sapphire von Armstrong Siddeley aus dem Jahr 1954.